Ultner Höhenweg

Berge auf der Nordseite des Ultentales
Der Ultner Höhenweg im Ultental ist mit der Wegmarkierung Nummer 12 gekennzeichnet. Dieser Weg verbindet die Dörfer Kuppelwies und Sankt Nikolaus. Die Rundwanderung könnte insgesamt zwei oder drei Tage dauern (ca. 20 Stunden Gehzeit), die Strecke misst fast 50 Kilometer.
Wir starten beim Kirchlein von Kuppelwies (1145 m) und gehen weiter auf der Sonnenseite (auf den nördlichen Bergen) des Ultentales, Richtung Ende des Tales.

Wir erreichen die Steinbergl - Kuhhüttl Alm (2032 m) und die Kaserfeld Alm (1945 m) und steigen zum Schusterhüttl (2310 m, ab Kuppelwies 3 Stunden und 50 Minuten) hinauf.

Dann gehen wir hinunter zur Hinterer Flatschberg Alm (2108 m), wir gehen den Berghang herum und kommen in ein Tal, wo sich die Tufer Alm (2102 m) befindet.
Wir gehen weiter Richtung Außerer Pilsberg Alm (2132 m), wo man die Wegmarkierung 142, die von der Talsohle hinauf zur Soy Scharte (2887 m) führt, kreuzt.

Wir gehen weiter mit der Wegmarkierung 12 und kommen zur Innerer Pilsberg Alm (2084 m).
Der Weg führt ca. 100 Meter über den Weissbrunnsee (1872 m). Dann kommen wir zu einer nicht ganz ungefährlichen Stelle, die ca. 20 Meter lang ist. An den Ketten, die in die Wand genagelt sind, kann man sich halten.

Die Wegmarkierung 12 kreuzt sich mit dem vom Tal kommenden Weg 140 (2120 m, ab Schusterhüttl 2 Stunden und 40 Minuten), dem Weg der von Weissbrunn zur Höchster Hütte (2561 m, ab Schusterhüttl 4 Stunden) und dem Grünsee (2529 m) führt.

Die Zeiten der Wegtafeln von der Innerer Pilsberg Alm (2084 m) bis zur Höchster Hütte (2561 m) und Grünsee (2529 m) sind: 2 Stunden und 10 Minuten. Effektive gebrauchte Zeit: 1 Stunde und 30 Minuten.

Der Weg 140 geht bei der Höchster Hütte (2561 m) weiter Richtung Zufritt (3439 m, 2 Stunden) und Hinterer Eggenspitz (3443 m, 2 Stunden und 50 Minuten).
An dieser Stelle startet jene Runde, die auf die gegenüberliegende Seite des Ultentales führt.
Wir gehen über den Damm des Grünsees und steigen Richtung Langsee (2340 m, 50 Minuten) hinunter. Hier kreuzen wir mit der Wegmarkierung 107, die zum Schwärzer Joch (2823 m) und Gleck (2958 m) führt.

Die Steigung zum Übergang "Auf die Stelen" (2748 m) ist ziemlich steil. Dann steigen wir südseitig hinunter zur Haselgruber Hütte (2425 m, ab Langsee 1 Stunde und 50 Minuten, ab Höchster Hütte 2 Stunden und 20 Minuten), wo sich die nahegelegenen Haselgruber Seen (2465 m und 2544 m) befinden. Hier kreuzt sich die Wegmarkierung 108 die zuerst hinauf zum Rabbi Joch (2460 m) und dann hinunter entlang des Kirchbergtales nach Sankt Gertraud führt.

Berge am Ende des Ultentales
Wir haben die gegenüberliegende Seite des Ultentales erreicht. Der Ultner Höhenweg geht weiter entlang der Berge an der Südseite des Ultentales und wir befinden uns bei der Hälfte der Höhentour. Ohne Rastpausen könnte man bis hier schon seit ca. 10 Stunden unterwegs sein.

Maddalena Gruppe vom Karspitz
Wir gehen hinauf zur Karspitz (2752 m), den höchsten Punkt der Tour, wo uns eine großartige Aussicht erwartet. Bevor wir zum Kreuz kommen, kreuzen wir die Wegmarkierung 13, die zur Seefeld Alm (2251 m) und zum Kirchbergtal hinunterführt.

Maddalena Gruppe und Alplahner See vom Welscher Berg
Wir gehen weiter. Nachdem wir an der Nebelspitz (2701 m) vorbeigewandert sind, steigen wir hinunter am Grat Richtung Alplahner Scharte (2424 m) und kommen hinunter zum Alplahner See (2387 m). Am See kreuzt man die Wege 14A und 14. Der Weg 14 führt zur Innerer Alplahner Alm (2242 m) und verbindet sich mit dem Weg 108 im Kirchbergtal.

Jetzt gehen wir unter den Welscher Berg (2630 m) und entlang den Alplahner See vorbei. Und nach einer Steigung von 40 Minuten vom See erreichen wir die Scharte und kommen ins Hochtal Klapfberg. Wenn man hingegen die Wegmarkierung 14A folgt, erreicht man die Scharte nach 50 Minuten.

Nach der Scharte gehen wir hinunter und über eine große Wiese und Weideflur weiter. Nach 20 Minuten kommen wir zu einer alten Alm, die "Hinter der Mahder" (2323 m). Hier kreuzt man die Wegmarkierung 15, die zur Londai Alm (2084 m) und zum Breitbichl (2281 m) führt. Zur Hinterer Klapfberg Alm fehlen noch 40 Minuten.

Wir steigen den Weg weiter hinunter und kreuzen den Weg 16 der Richtung Klapfberger Scharte (2295 m, 30 Minuten) führt und nach ca. 10 Minuten gehen wir auf einer Forststraße weiter.
Wir gehen weiter bergab und nach 10 Minuten erreichen wir die Hinterer Klapfberg Alm (1946 m, ab Haselgruber Hütte 4 Stunden und 10 Minuten). Hier kreuzt der Weg 16B, der zum Schrummsee (2182 m, 1 Stunde und 10 Minuten) und zum Stübel (2671 m, 2 Stunden und 40 Minuten) führt.
Nach 15 Minuten kommen wir zu einer Abzweigung: der Weg 16, von St. Gertraud (1519 m, 1 Stunde und 20 Minuten) kommend und auf dem Weg 12, der zur Klapfberger Scharte (2295 m, 1 Stunde und 30 Minuten) führt.

Immer über einen Forstweg, gehen wir Richtung Bichl Alm (1978 m, 40 Minuten) hinauf und erreichen sie nach 30 Minuten (1,9 km). Auf der gegenüberliegenden Seite sieht man die Londai Alm (2084 m) und das Kreuz vom Breitbühel (2281 m).
Bei der Bichl Alm kreuzt sich der Weg 17, der Richtung "Auf dem Oberen Spiel" (2317 m, 1 Stunde und 10 Minuten) führt. Zur Auerberg Alm fehlen noch 1 Stunde und 20 Minuten.
Wir durchqueren die Waldhänge und kommen ins Hochtal Auerberg, bis auf die sogenannte "Auf die Legerle" (1977 m). Dann steigen wir steil ab zur Auerberg Alm (1647 m, ab Hinterer Klapfberg Alm 2 Stunden und 10 Minuten) weiter, wo man auf die Wegmarkierung 18 trifft, die zur Seefeldsee (2169 m, 1 Stunde und 30 Minuten) und zur Ilmspitz (2657 m, 3 Stunden) führt.
Wir folgen der Wegmarkierung 18 und nach 1 Stunde Gehzeit erreichen wir Sankt Nikolaus (1256 m) in der Talsohle.
Bemerkungen
Ich sage gleich, dass ich die obenerwähnte, komplette Wanderung vom Ultner Höhenweg noch nicht gemacht habe. Allerdings bin ich einige Strecken durchgegangen oder habe einige Stellen gekreuzt, als ich zu anderen Ziele gewandert bin. Mir kommt es vor, dass die Strecke nicht schwierig ist, aber man braucht sicher eine gute Kondition, um die ganze Tour zu bewältigen.
Bei der Höchster Hütte und der Haselgruber Hütte kann man übernachten und essen. Einige Almen entlang der Strecke sind ebenfalls bewirtschaftet und an den man Speisen kann, vielleicht auch übernachten.
Logischerweise kann die Rundtour auch in der umgekehrte Richtung unternommen werden.