Ultental
Das Ultental in Südtirol verläuft in rund 40 km Länge vom Quellgebiet des Falschauer Baches im Gelände der Oberen Weißbrunner Alm bis zur Klamm der Gaulschlucht bei Lana.
Es ist ein besonders waldreiches Tal, das von hohen Almen und den Kämmen der südostlichen Ortlergruppe flankiert wird. Das Ultental ist wegen seiner prächtigen Almweiden bekannt. Massentourismus ist hier noch ein Fremdwort.
Das Anfangs fast eintönig wirkende, von Felskulissen und Wald gesäumte Tal wird in seinem oberen Teil breiter und ausladender. Hier liegen auch die großen Stauseen: Zoggler Stausee und Weißbrunnsee.

Die Annahme, dass der Name des Tales mit dem lateinischen Wort "ultima", was so viel wie "letztes Tal" bedeutet hätte, zusammenhänge, ist nicht vertretbar. Der Ursprung des Namens liegt vielmehr im Dunkeln.
Ausgedehnte Wälder und weite Almböden bedecken die Höhen der Umgebung. Von Nordwinden geschützt hat das Tal seines milden, gesunden Klimas wegen schon in ältester Zeit Siedler angezogen.
So faßten hier um das Jahr 600 die Goten, später die Bajuwaren Fuß. Während des Mittelalters waren die Siedlungen Lehen des Klosters Weingarten bei Ravensburg, das den Bauern schon frühzeitig die Lehen frei gab. Heute erinnert noch mancher Hof an die einstigen Freisassen, so der Breitenbergerhof, der Marsonhof und der Kuppelwieserhof.
